Überwiegend einmalig
Kreation, Konzeption, Gestaltung sowie die technische Einrichtung von Daten, Personalisierung und Produktion.
Kampagne & Dialog
Wer ein Mailing budgetiert, braucht nicht nur einen Stückpreis. Entscheidend ist die Gesamtinvestition – und die Frage, wie viele zusätzliche Abschlüsse, Käufe, Leads oder Reaktionen das Mailing erzeugen muss, damit es sich rechnet.
Die Gesamtkosten eines Direct Mailings bestehen nicht aus Druck plus Porto. Zum vollständigen Budget gehören Kreation und Konzeption, Daten und Personalisierung, Druck und Material, Lettershop und Konfektionierung, Porto und Versand sowie – wo sinnvoll – Landingpage, Rücklauf und Messung.
Der Preis pro Empfänger verändert sich mit Auflage, Format, Papier, Anzahl Bestandteile, Personalisierung, Veredelung, Gewicht und Produktionsweg. Deshalb gibt es keinen seriösen Gesamtpreis, der für jedes Mailing gilt. Belastbar wird ein Kostenrahmen erst, wenn Ziel, Empfängerkreis, Mechanik und Format zusammen gedacht sind.
Für die Budgetierung hilft eine einfache Trennung nach Kostenlogik.
Kreation, Konzeption, Gestaltung sowie die technische Einrichtung von Daten, Personalisierung und Produktion.
Druck, Material, Konfektionierung und Porto steigen mit der Auflage – je Position mit eigenen Staffelungen und Bedingungen.
Variable Inhalte, besondere Materialien, manuelle Verarbeitung, Landingpage, Rücklaufmechanik und Tracking fallen nur an, wenn das Konzept sie benötigt.
Ein tragfähiges Budget trennt einmalige Konzeptarbeit von mengenabhängigen Produktions- und Versandkosten.
Aufgabe, Leitidee, Angebot, Dramaturgie, Format und Handlungsaufforderung. Ein bestehendes Konzept zu adaptieren braucht weniger Entwicklung als eine neue Mailingidee mit mehreren Varianten.
Datenbereinigung, Selektion, Anrede, variable Texte oder Bilder und Prüfläufe. Je mehr Felder und Regeln variieren, desto höher sind Vorbereitung und Kontrolle.
Format, Umfang, Papier, Farben und Auflage bestimmen den Druckweg. Standardformate und wenige Bestandteile sind meist einfacher zu produzieren als Sonderkonstruktionen.
Adressieren, Falzen, Zusammentragen, Kuvertieren und Frankieren. Maschinelle Abläufe sind günstiger als manuelle Arbeit, setzen aber passende Formate voraus.
Gewicht, Format, Versandart und Auflage bestimmen die postalischen Kosten. Sie fallen pro Sendung an und sind deshalb früh in die Konzeptentscheidung einzubeziehen.
Landingpage, QR-Code, persönliche URL, Antwortkarte oder Telefonnummer führen die Reaktion weiter. Aufwand entsteht für Gestaltung, technische Umsetzung und eindeutige Zuordnung.
Eine höhere Auflage verteilt fixe Kosten für Konzept, Gestaltung und Einrichtung auf mehr Empfänger. Gleichzeitig steigen Papier, Druck, Konfektionierung und Porto mit jedem zusätzlichen Stück. Der Stückpreis sinkt daher nicht in allen Positionen gleich stark.
Format und Gewicht beeinflussen Materialverbrauch, Maschinenlauf und Versandtarif. Mehrere Beilagen, ungewöhnliche Falzungen, dicke Papiere oder Veredelungen erhöhen nicht nur den Druckpreis, sondern können auch Konfektionierung und Porto verändern. Variable Daten reichen von einer einfachen Anrede bis zu unterschiedlichen Texten, Bildern und Angeboten; jede zusätzliche Regel muss technisch eingerichtet und geprüft werden.
Auch der Ablauf zählt. Automatisierte Lettershop-Prozesse setzen andere Konstruktionen voraus als eine manuelle Konfektionierung. Eine eigene Landingpage erweitert die Rücklaufstrecke. Kurze Termine können die Wahl von Papier, Druckverfahren und Partnern einschränken und Zusatzaufwand auslösen. Deshalb sollte der Produktionsweg vor der finalen Gestaltung feststehen.
Beispiel
Für eine B-Post-Massensendung nennt die Schweizerische Post mit Stand September 2026 mindestens 350 Sendungen. Als offizielle Portobeispiele gelten für eine Postkarte bis B5 und 1–20 g CHF 0.53 pro Stück sowie für einen Standardbrief bis B5 in der Basisstufe 1–100 g CHF 0.63 pro Stück. Sonderformen können Zuschläge auslösen.
Porto-Beispiel, nicht Kampagnenbudget: Bei 10'000 Empfängern ergeben sich CHF 5'300 Porto für die Postkarte oder CHF 6'300 Basisporto für den Standardbrief. Kreation, Druck, Personalisierung, Lettershop und Rücklaufstrecke kommen je nach Konzept dazu.
Tarife und Bedingungen können sich ändern und müssen vor Produktionsfreigabe direkt bei der Schweizerischen Post geprüft werden.
Welche konkrete Reaktion soll das Mailing auslösen: Kauf, Termin, Lead, Verlängerung oder Rückmeldung?
Wie gross ist die geplante Empfängerzahl, und gibt es Segmente oder Testgruppen?
Wer wird angesprochen, woher stammen die Adressen und welche Selektionsmerkmale sind verfügbar?
Postkarte, Selfmailer oder Kuvert – und welche Bestandteile voraussichtlich dazugehören.
Wann soll zugestellt werden, und welche Freigaben oder Abhängigkeiten liegen davor?
Nur Anrede oder auch variable Angebote, Bilder, Codes und Landingpages?
Welche Handlung folgt auf das Öffnen, und wie wird sie dem Mailing zugeordnet?
Welche Texte, Bilder, Daten und Gestaltungsgrundlagen existieren bereits, was muss neu entwickelt werden?
Ein günstigeres Mailing kann wirtschaftlich schlechter sein, wenn es weniger zusätzliche Reaktionen erzeugt. Umgekehrt ist eine aufwendigere Variante nur dann sinnvoll, wenn die zusätzliche Investition realistisch genügend zusätzliche Abschlüsse, Käufe oder Leads auslösen kann.
Für die erste Entscheidung genügen drei eigene Werte: Gesamtinvestition, Anzahl Empfänger und Deckungsbeitrag oder Wert pro zusätzlichem Erfolg. Daraus ergibt sich der notwendige Break-even – ohne fremde Branchenwerte und ohne erfundene Rücklaufquote.
ROI-Check
Der Direct Mailing Business Case zeigt, wie viele zusätzliche Abschlüsse, Käufe, Leads oder Reaktionen nötig sind, damit sich die Investition trägt. Die Werte bleiben im Browser.
Business Case berechnen →Der grösste Spielraum besteht, bevor Format, Material und Rücklaufweg festgelegt sind. In dieser Phase lassen sich kreative Idee und Wirtschaftlichkeit gemeinsam prüfen: Muss es ein Kuvert sein, trägt eine Postkarte die Aufgabe, rechtfertigt eine Beilage ihren Produktions- und Portoeffekt, und welcher Rücklaufweg passt zum Ziel?
Eine frühe Einbindung verhindert, dass eine fertige Gestaltung später wegen Gewicht, Maschinenlauf oder Versandvorgaben umgebaut werden muss. Auf der Seite Direct Mailing planen und umsetzen ist beschrieben, wie Zielgruppe, Mechanik, Gestaltung, Produktion und Versand zusammenspielen.
Reale Mailing-Arbeiten
Drei bestehende Arbeiten zeigen unterschiedliche Aufgaben, Mechaniken und Umsetzungen – ohne daraus allgemeine Erfolgswerte abzuleiten.

AXA-ARAG · B2B Direct Mailing

TCS · Schulanfang Mailing

Allianz Suisse · Family Mailing
Ein seriöser Stückpreis setzt Format, Gewicht, Auflage, Bestandteile, Personalisierung und Produktionsweg voraus. Porto allein ist kein Gesamtpreis.
Konzept, Gestaltung und technische Einrichtung sind überwiegend einmalige Aufwände. Druck, Konfektionierung und Porto wachsen mit der Auflage, jedoch mit unterschiedlichen Mengenstaffeln.
Sobald Ziel, Empfängerzahl, Formatidee, Personalisierung, Rücklaufweg und Termin ungefähr feststehen, lassen sich die relevanten Positionen belastbar anfragen.
Nicht automatisch in der Gesamtwirkung. Sie hat weniger Bestandteile und kann beim Porto günstiger sein, bietet aber weniger Raum und keinen geschlossenen Inhalt. Entscheidend ist, ob sie die Aufgabe erfüllt.
Mailing geplant?
Wenn Zielgruppe, Auflage oder Format bereits ungefähr feststehen, können wir den sinnvollen nächsten Schritt und die relevanten Kostenblöcke gemeinsam einordnen.