Marken & Design

Corporate Design: visuelle Identität mit klaren Regeln

Corporate Design macht eine bestehende Markenidentität im Alltag anwendbar: Typografie, Farbe, Raster, Iconografie und Bildwelt werden zu Vorlagen, die auch ohne Rückfrage bei uns korrekt funktionieren. Für Unternehmen mit mehreren Teams, Standorten oder Agenturpartnern entsteht ein Regelwerk, das Konsistenz sichert und trotzdem gepflegt werden kann.

Ablauf der Systemerstellung

01

Bestandsaufnahme

Bestehende Anwendungen und Abweichungen werden gesichtet und nach Häufigkeit und Sichtbarkeit geordnet.

02

Systemdefinition

Typografie, Farbe, Raster und Iconografie werden final festgelegt.

03

Vorlagenbau

Kernvorlagen für die häufigsten Formate über Print und Digital entstehen.

04

Dokumentation

Regeln werden als nutzbares Richtliniendokument mit Beispielen aufbereitet.

05

Einführung

Vorstellung im Unternehmen, inklusive Ansprechperson für Rückfragen in der Anfangsphase.

06

Pflege

Regelmässige Stichproben und punktuelle Aktualisierung, wenn neue Formate dazukommen.

Typografie, die auf jedem Papier und jedem Bildschirm hält

Eine Typo-Hierarchie legt fest, welche Schriftgrösse, welcher Schnitt und welcher Zeilenabstand zu Titel, Zwischentitel, Fliesstext, Bildlegende und Fussnote gehören. Diese Zuordnung gilt medienübergreifend, wird aber für Bildschirm und Papier je nach Leseabstand leicht angepasst.

Für Office-Anwendungen, in denen die Hausschrift oft nicht lizenziert ist, definieren wir eine Ersatzschrift mit vergleichbarem Charakter, damit interne Präsentationen nicht aus dem System fallen.

Farbe und Raster als tragendes Gerüst

Das Farbsystem umfasst Primär- und Sekundärfarben, Sonderfarben für den Druck, Bildschirmwerte sowie klare Regeln für Kombinationen und Kontraste – auch im Hinblick auf Lesbarkeit auf digitalen Oberflächen.

Ein Print-Raster macht Geschäftsdrucksachen, Broschüren und Inserate in unterschiedlichen Formaten bespielbar, ein darauf abgestimmtes Digital-Raster tut dasselbe für Website und digitale Anwendungen. Feste Regeln für Ränder, Weissraum und Bundsteg sorgen dafür, dass Dokumente unterschiedlicher Länge dieselbe Ruhe ausstrahlen.

Iconografie und Bildwelt

Ein konsistenter Icon-Stil – Strichstärke, Eckenradius, Rastermass – macht auch kleine Anwendungen wie Formulare oder Infografiken sofort als Teil derselben Marke erkennbar. Wir entwickeln ein Icon-Grundset für die häufigsten Anwendungsfälle und Regeln für spätere Ergänzungen.

Kriterien für Bildauswahl und Bildbearbeitung – Bildausschnitt, Farbstimmung, Kontrastniveau – ergänzen das System, damit Fotografie und Illustration über verschiedene Kanäle als eine Handschrift wahrgenommen werden.

Rastersysteme und Farbmuster nebeneinander auf einem Arbeitstisch

Vorlagen für den Alltag

Regeln allein verändern den Alltag nicht, Vorlagen schon.

Präsentation und Word

Vorlagen für die häufigsten internen Dokumente, getestet mit echten Titeln statt Platzhaltertext.

Geschäftsausstattung

Briefpapier, Visitenkarte und E-Mail-Signatur nach denselben Regeln wie grössere Drucksachen.

InDesign-Vorlagen

Für professionell produzierte Drucksachen wie Broschüren, Kataloge oder Inserate.

Social-Media-Formate

Baukastenartige Vorlagen für wiederkehrende Beitragsformate.

Zentrale oder dezentrale Anwendung

Zentrale Steuerung

  • Alle Materialien laufen über eine Stelle
  • Hohe Konsistenz, langsamerer Durchlauf
  • Sinnvoll bei kleinen Teams oder sensiblen Formaten

Dezentrale Anwendung

  • Teams gestalten selbst mit Vorlagen
  • Schnellerer Durchlauf, mehr Selbstständigkeit
  • Setzt belastbare Richtlinien und Schulung voraus

Konsistente Einführung

Ein Regelwerk nützt wenig, wenn es nur verschickt statt eingeführt wird. Wir stellen das System den beteiligten Teams direkt vor, mit Beispielen für richtige und falsche Anwendung, damit Entscheidungen im Alltag nachvollziehbar bleiben.

Digitale Richtlinien bereiten wir zusätzlich so auf, dass Entwicklerinnen und Entwickler Farbwerte und Abstände direkt übernehmen können, statt sie aus einem PDF abzutippen.

Beispiel

In der Praxis

Sind mehrere Standorte oder Landesgesellschaften beteiligt, entstehen für Präsentationen und Broschüren mit der Zeit unterschiedliche Logogrössen und Farbtöne. Dann helfen dokumentierte Schutzräume, Sonderfarben und Rastersysteme sowie Vorlagen für PowerPoint, Word und InDesign und ein digitales Farbmodul für die Website – damit lokale Teams eigenständig gestalten können, ohne bei jeder Anwendung Rücksprache zu halten.

Fragen zu Corporate Design

Brauchen wir Corporate Design, wenn es schon ein Logo gibt?

Wenn Anwendungen uneinheitlich wirken oder viele Personen gestalten, lohnt sich ein Regelwerk unabhängig vom Alter des Logos.

Was sind Sonderfarben und warum sind sie relevant?

Sonderfarben, etwa nach dem Pantone-System, verbessern die Kontrolle und Reproduzierbarkeit einer Markenfarbe im Druck. Das Ergebnis hängt dennoch von Bedruckstoff, Druckverfahren, Farbe und Oberfläche ab und wird bei der Druckabnahme beurteilt. Sie ergänzen die Bildschirmfarben.

Wie oft muss ein Regelwerk aktualisiert werden?

In der Regel bei neuen Anwendungsfällen oder grösseren Erweiterungen des Angebots. Ein Grundgerüst bleibt über Jahre gültig.

Wer setzt das Regelwerk nach der Übergabe um?

Meist interne Marketingteams, teils mit Unterstützung von Druckereien oder Agenturen. Wir richten Vorlagen entsprechend praxisnah ein.

Wie wird sichergestellt, dass Print und Digital zusammenpassen?

Raster, Farb- und Typografiesystem werden von Anfang an medienübergreifend gedacht und erst danach für die technischen Eigenheiten von Print und Bildschirm angepasst.

Nächster Schritt

Ein Projekt gestalterisch weiterbringen?

Wir besprechen Ausgangslage, Ziele und Produktionsweg – und entwickeln daraus ein klares Vorgehen. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich.