Marke
Das Bild und die Assoziationen, die ein Unternehmen bei Aussenstehenden auslöst – entsteht durch jede Erfahrung, nicht nur durch Gestaltung.
Marke & Gestaltung
Branding, Corporate Identity und Corporate Design werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Dinge. Die Marke ist das Bild, das in den Köpfen von Kundinnen und Mitarbeitenden entsteht. Branding ist der strategische Prozess, dieses Bild bewusst zu formen. Corporate Identity umfasst Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild eines Unternehmens als Ganzes. Corporate Design ist davon der sichtbare, gestalterische Teil: Logo, Farben, Typografie und Anwendungen. Wer diese Begriffe klar trennt, kann Projekte realistischer planen und Offerten besser einschätzen.
Eine saubere Trennung hilft, Erwartungen an ein Projekt richtig zu setzen.
Das Bild und die Assoziationen, die ein Unternehmen bei Aussenstehenden auslöst – entsteht durch jede Erfahrung, nicht nur durch Gestaltung.
Der bewusste, strategische Prozess, dieses Markenbild zu definieren, zu positionieren und zu pflegen.
Die Gesamtheit dessen, wie ein Unternehmen auftritt: Verhalten, Kommunikation, Kultur und Erscheinungsbild zusammen.
Der visuelle Teil der Corporate Identity: Logo, Farbwelt, Typografie, Bildsprache und deren Anwendung auf Materialien.
Oft synonym zu Corporate Design verwendet, manchmal enger gefasst auf Logo und Kernelemente ohne die vollständige Anwendungssystematik.
Wer ein neues Logo bestellt, bestellt noch keine Markenstrategie. Und wer eine Markenstrategie entwickelt, hat damit noch kein gestaltetes Erscheinungsbild. Diese Unterscheidung ist keine akademische Spitzfindigkeit, sondern entscheidet darüber, was ein Projekt tatsächlich leisten kann und mit welchem Aufwand zu rechnen ist.
Ein Unternehmen, das primär ein Positionierungsproblem hat – etwa Unklarheit darüber, wofür es steht und für wen –, ist mit einem reinen Corporate-Design-Projekt nicht geholfen. Umgekehrt braucht ein Unternehmen mit klarer Positionierung, aber veraltetem Auftritt, keine neue Strategie, sondern eine Aktualisierung der Gestaltung.
Je nach Auftrag unterscheiden sich Vorgehen und Ergebnisse deutlich.
Analyse von Markt, Zielgruppen und Wettbewerb, Positionierung, Markenkern und -werte, oft als Textdokument und Workshop-Ergebnis.
Ableitung von Tonalität, Verhaltensgrundsätzen und Kommunikationsprinzipien aus der Positionierung – betrifft auch Sprache und Umgangsformen, nicht nur Optik.
Gestaltung von Logo, Farb- und Schriftsystem, Bildwelt sowie Vorlagen für Geschäftsdrucksachen, digitale Anwendungen und weitere Materialien.
Umsetzung des neuen Erscheinungsbilds über alle Kontaktpunkte hinweg, von der Website bis zur Beschriftung vor Ort.
In den meisten Fällen ist es sinnvoll, mit der Positionierung zu beginnen, bevor Gestaltung entsteht. Ein Logo lässt sich schwer beurteilen, wenn unklar ist, wofür die Marke stehen soll. Das bedeutet nicht, dass jedes Projekt eine monatelange Strategiephase braucht – bei kleineren Unternehmen mit klarer Ausrichtung reicht oft ein kompakter Workshop, um die wichtigsten Fragen zu klären.
Problematisch wird es, wenn Gestaltung beauftragt wird, um eine ungelöste strategische Frage zu kaschieren. Ein neues Erscheinungsbild kann eine unklare Positionierung nicht ersetzen, auch wenn es kurzfristig frischer wirkt.
Beispiel
Häufig stellt ein Unternehmen fest, dass sein Auftritt seit Jahren unverändert ist, während sich das Geschäftsmodell verschoben hat. Statt direkt ein neues Logo in Auftrag zu geben, klärt es zunächst in einem kurzen Prozess, wofür das Unternehmen heute steht und wen es erreichen will. Erst danach wird entschieden, ob das bestehende Corporate Design angepasst oder vollständig neu entwickelt werden soll.
Eine seriöse Offerte macht transparent, welcher Teil der Arbeit strategisch und welcher gestalterisch ist, und was am Ende jeweils geliefert wird: ein Positionierungsdokument, ein Styleguide, konkrete Anwendungen oder eine Kombination davon. Ebenso gehört dazu, offen zu benennen, wenn eine strategische Grundlage fehlt und zuerst geschaffen werden sollte, bevor Gestaltung sinnvoll beginnen kann.
Auftraggeber dürfen zudem erwarten, dass Umfang und Grenzen des Projekts klar sind: Betrifft der Auftrag nur das Logo, oder auch Geschäftsdrucksachen, Verpackung, digitale Anwendungen und Vorgaben für zukünftige Erweiterungen des Systems?
Nicht zwingend. Ein Rebranding betrifft meist die gesamte Markenidentität, ein neues Logo kann auch nur eine gestalterische Auffrischung sein.
Nicht immer im vollen Umfang, aber eine klare Antwort auf die Frage nach Positionierung und Zielgruppe sollte vor der Gestaltung stehen.
Der Styleguide dokumentiert das Corporate Design in Form von Regeln und Beispielen, damit es konsistent angewendet werden kann.
Es ist möglich, führt aber häufiger zu Ergebnissen, die zwar gut aussehen, aber nicht konsequent begründbar sind.
Das hängt stark von Unternehmensgrösse und Komplexität ab und lässt sich pauschal nicht seriös beziffern.
Nächster Schritt
Wir besprechen Ausgangslage, Ziele und Produktionsweg – und entwickeln daraus ein klares Vorgehen. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich.