Markenname
Falls ein neuer Name gefragt ist, prüfen wir Sprechbarkeit und Wirkung in Deutsch, Französisch und Englisch. Die formale Schutzfähigkeit klären spezialisierte Fachstellen, nicht wir.
Marken & Design
Branding bei Vitali & Co. beginnt mit der Frage, wofür ein Unternehmen stehen soll – und endet nicht bei dieser Antwort, sondern bei einem Zeichensystem, das täglich funktioniert: Logo, Typografie, Farbe, Raster, Bildsprache. Für Zürcher Unternehmen, die neu auftreten oder ihre Marke erstmals konsequent definieren wollen, entsteht ein Fundament, das Corporate Design später ausbaut.
Eine Marke ist zuerst eine Entscheidung, dann eine Form.
Bevor eine Zeile gestaltet wird, klären wir, was ein Unternehmen von anderen unterscheidet und wen es damit erreichen will. Diese Positionierung ist der Massstab, an dem jede spätere Entscheidung geprüft wird – ein Logo passt oder passt nicht, unabhängig davon, wie gut es für sich allein aussieht.
Die Positionierung wird in wenigen Sätzen festgehalten, nicht in einem Leitbild-Dokument. Was sich nicht in einem Satz sagen lässt, lässt sich auch nicht konsequent gestalten.
Die Hausschrift entscheidet mehr über eine Marke als fast jede andere Einzelentscheidung: zurückhaltend oder markant, klassisch oder zeitgenössisch, technisch oder handwerklich. Wir legen eine Schrifthierarchie für Titel, Fliesstext und Auszeichnungen fest und prüfen, ob eine Alternativschrift für Office-Anwendungen nötig ist, in denen die Hausschrift oft nicht lizenziert ist.
Eine Schrift wird nicht nach Geschmack gewählt, sondern nach Leseabstand und Anwendung getestet: Wie wirkt sie klein auf einer Verpackung, gross auf einem Plakat, auf einem Bildschirm mit schlechter Auflösung.
Ein Farbsystem besteht aus mehr als einer Hauptfarbe: Primär- und Sekundärfarben, Kontrastfarben für Auszeichnungen sowie Regeln, welche Kombinationen zulässig sind. Farbwerte werden von Beginn an für Druck und Bildschirm parallel definiert, damit Broschüre und Website später nicht auseinanderdriften.
Das Raster ist das unsichtbare Gerüst dahinter: ein Spalten- und Modulsystem, das Geschäftsausstattung, Inserate und digitale Layouts gleichermassen trägt, ohne dass jedes Format neu erfunden werden muss.
Ein Logo, das nur in einer Grösse gut aussieht, ist kein brauchbares Zeichen. Wir prüfen Grundform, Verhältnis von Bildmarke und Wortmarke sowie Reduzierbarkeit: Wie wirkt es einfarbig, sehr klein, als Favicon, auf bewegtem Bild oder auf einer Sonderfarbe im Druck.
Diese Belastungsproben gehören zur Entwicklung, nicht zur nachträglichen Korrektur. Aus ihnen entsteht die Systemlogik: welche Elemente fix sind, welche variieren dürfen, und wie neue Anwendungen – eine Produktlinie, ein neuer Standort – aufgenommen werden, ohne die Grundform zu verwässern.
Eine Marke spricht auch, bevor sie etwas sagt: durch Bildwahl, Lichtstimmung, Bildschnitt, Nähe oder Distanz zum Motiv. Wir definieren diese Bildsprache und eine Tonalität für Texte und Bildunterschriften, die zur Positionierung passt und über Kampagnen hinweg erkennbar bleibt.
Für erste Stimmungsbilder und Bildvarianten in der Konzeptphase setzen wir KI-gestützte Werkzeuge ein, wo sie Aufwand reduzieren. Die endgültige Bildauswahl und Bildregie bleiben menschlich, weil hier Wiedererkennbarkeit entsteht.
Wo mehrere Angebote, Marken oder Sprachregionen zusammenkommen, braucht es Klarheit über Struktur, bevor Gestaltung greift.
Falls ein neuer Name gefragt ist, prüfen wir Sprechbarkeit und Wirkung in Deutsch, Französisch und Englisch. Die formale Schutzfähigkeit klären spezialisierte Fachstellen, nicht wir.
Wir legen fest, wie Mutter-, Tochter- und Produktmarken zueinander stehen – als Einzelmarke, als Familie oder als Kombination.
Für Produktlinien entwickeln wir ein nachvollziehbares Benennungsprinzip statt Einzelfalllösungen.
Falls ein Claim Teil des Auftritts wird, prüfen wir sein Zusammenspiel mit Logo und Positionierung statt ihn isoliert als Werbesatz zu behandeln.

Ein einfacher Unterschied: Branding entscheidet, Corporate Design regelt.
Markt, Wettbewerb und bestehender Auftritt werden gesichtet und bewertet.
Kernaussage, Zielgruppe und Differenzierung werden erarbeitet.
Erste Richtungen für Logo, Typografie und Bildsprache werden entwickelt und geprüft.
Farbe, Raster und Bildwelt werden vollständig ausgearbeitet und an Belastungsproben getestet.
Die Identität wird auf zentrale Kontaktpunkte übertragen: Geschäftsausstattung, Website, Verpackung.
Regeln und Kernvorlagen werden dokumentiert, damit interne Teams das System eigenständig weiterführen können.
Beispiel
Häufig ist der Auftritt über Jahre gewachsen und uneinheitlich geworden, während das Unternehmen neue Märkte oder Zielgruppen erschliesst. Aus der Positionierung entstehen dann Logo, Farbsystem und Bildsprache – zuerst erprobt an Geschäftsausstattung und Website, danach übertragen auf Verpackung, Print und Messeauftritt.
Diese Reihenfolge hat einen praktischen Grund: Kontaktpunkte mit kurzer Produktionszeit lassen sich früh umstellen, aufwendige Anwendungen folgen geordnet.
Branding entwickelt Positionierung, Name und die erste visuelle Form. Corporate Design baut darauf auf und regelt die konsequente Anwendung über alle Kontaktpunkte.
Nein. Viele Projekte betreffen ausschliesslich Positionierung und visuelle Identität bei bestehendem Namen. Naming ist ein optionaler Baustein.
Meist eine Hausschrift mit klarer Hierarchie, eine Ersatzschrift für Office-Anwendungen sowie zwei bis vier Farben mit definierten Kombinationsregeln. Mehr wird selten konsequent angewendet.
Ja, das ist möglich. Wir empfehlen dennoch, mindestens die Positionierung zu klären, damit ein Logo nicht losgelöst von der Markenidee entsteht.
Ein Logo-Set, Farb- und Typografiesystem, eine definierte Bildsprache, Kernvorlagen und ein Regelwerk für die Anwendung.
Nächster Schritt
Wir besprechen Ausgangslage, Ziele und Produktionsweg – und entwickeln daraus ein klares Vorgehen. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich.