Produkt
Braucht abgestimmte Farb-, Schrift- und Abstandswerte sowie Bausteine für die Produktoberfläche, die sich in die Anwendung integrieren, ohne die Markenidentität zu verwässern.
Marke & Gestaltung
Tech-Scale-ups wachsen oft schneller, als klassische Markenprozesse es vorsehen: Neue Länder, neue Produkte und neue Teams entstehen in Monaten statt Jahren. Ein skalierbares Markensystem stellt sicher, dass Produkt, Vertrieb, Recruiting und Investorenkommunikation aus demselben visuellen und sprachlichen Baukasten arbeiten können, ohne bei jedem neuen Bedarf improvisieren zu müssen. Entscheidend sind klare Vorlagen, eine geregelte Pflege des Systems sowie eine eigenständige visuelle Haltung, die sich von der austauschbaren Optik vieler Startups abhebt, ohne ins andere Extrem der reinen Kuriosität zu kippen.
In der Frühphase eines Unternehmens entstehen Logo, Website und erste Präsentationen oft parallel und unter Zeitdruck. Das funktioniert, solange ein kleines Team alle Anwendungen selbst gestaltet. Sobald mehrere Teams gleichzeitig Inhalte produzieren – Produkt, Marketing, Vertrieb, Recruiting –, reicht ein einzelnes Logo mit ein paar Farben nicht mehr aus. Es entstehen Inkonsistenzen, weil jedes Team die fehlenden Regeln nach eigenem Ermessen ergänzt.
Ein skalierbares Markensystem löst dieses Problem, indem es nicht nur Elemente definiert, sondern auch Regeln für deren Kombination und Erweiterung. Es antizipiert, dass neue Anwendungsfälle entstehen werden, die heute noch nicht bekannt sind.
Ein Scale-up-Markensystem muss mehrere, teils widersprüchliche Bedürfnisse gleichzeitig bedienen.
Braucht abgestimmte Farb-, Schrift- und Abstandswerte sowie Bausteine für die Produktoberfläche, die sich in die Anwendung integrieren, ohne die Markenidentität zu verwässern.
Benötigt Präsentationsvorlagen, die sich schnell an unterschiedliche Kundinnen und Kunden anpassen lassen, ohne jedes Mal neu gestaltet zu werden.
Verlangt eine Bildsprache und Tonalität, die Unternehmenskultur glaubwürdig vermittelt, oft auf Karriereseiten und Social Media.
Erfordert seriöse, belastbare Vorlagen für Pitch- und Vertriebsunterlagen, die auch unter Zeitdruck sorgfältig wirken.
Vorlagen allein genügen nicht, wenn niemand für ihre Pflege zuständig ist. Pflege und Verantwortung des Systems heisst: klar regeln, wer neue Anwendungen freigibt, wie mit Abweichungen umgegangen wird und wie das System bei neuen Bedürfnissen erweitert wird, statt bei jedem Sonderfall zu improvisieren.
Praktisch heisst das häufig: eine zentrale, gepflegte Dokumentation des Gestaltungssystems, klare Ansprechpersonen für Markenfragen und ein definierter Prozess, wie neue Vorlagen – etwa für ein neues Produktmodul oder einen neuen Markt – entstehen, ohne bei null zu beginnen.
Viele junge Technologieunternehmen ähneln sich visuell stark. Eine eigenständige Haltung muss diesem Muster entkommen, ohne in die entgegengesetzte Übertreibung zu verfallen.
Beispiel
Ein Unternehmen erschliesst innerhalb kurzer Zeit mehrere Märkte und stellt gleichzeitig ein neues Produkt vor. Ohne festgelegtes System entwickelt jedes Team eigene Unterlagen und eine eigene Bildsprache. Mit einem tragfähigen Markensystem greifen alle auf dieselben Vorlagen, Farbwerte, Raster und Bildregeln zurück und passen lediglich Sprache und lokale Beispiele an.
Bei begrenzten Ressourcen lohnt es sich, nicht alles gleichzeitig zu entwickeln. Sinnvoll ist meist, zuerst die Grundlagen zu klären, die sich später am schwersten korrigieren lassen: Markenname, Kernfarben, Typografie und die grundlegende Bildsprache. Erst danach folgen Anwendungen wie Präsentationsvorlagen, Social-Media-Formate oder Recruiting-Material, da diese sich leichter anpassen lassen, wenn die Basis stimmt.
Ein häufiger Fehler ist, zuerst viele einzelne Anwendungen zu gestalten, ohne die zugrunde liegenden Prinzipien festzulegen. Das führt dazu, dass spätere Korrekturen an der Basis alle bereits erstellten Materialien betreffen.
Meist sobald mehrere Teams gleichzeitig Markenmaterial produzieren und Abstimmung zum spürbaren Aufwand wird – die genaue Grösse ist fallabhängig.
Nicht identisch, aber aufeinander abgestimmt, mit gemeinsamen Grundwerten wie Farbe und Typografie als Bindeglied.
Durch eine klar benannte verantwortliche Person oder Stelle, die Erweiterungen prüft und freigibt, statt jedes Team eigenständig entscheiden zu lassen.
In der Regel nicht eine eigene, aber eine besonders sorgfältig gepflegte Anwendung der bestehenden Markensprache, da hier Seriosität besonders zählt.
Durch Entscheidungen, die auf der eigenen Positionierung statt auf kurzlebigen Trends beruhen, und durch regelmässige, aber massvolle Überprüfung.
Nächster Schritt
Wir besprechen Ausgangslage, Ziele und Produktionsweg – und entwickeln daraus ein klares Vorgehen. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich.