Bildregeln
Festgelegte Kriterien zu Bildaufbau, Licht und Farbwelt, an denen jede Variante gemessen wird.
KI-gestützte Bildentwicklung & Produktion
Bildentwicklung heisst bei Vitali & Co.: aus einer Markenwelt eine konsistente Bildsprache ableiten, über eine ganze Serie hinweg. Dafür setzen wir dieselben Mittel ein wie bei Fotografie und klassischer Retusche – teilweise ergänzt um computergestützte Erzeugung als ein Werkzeug unter mehreren, nie als Ersatz für Bildregie und Auswahl.
Ein Werkzeug erzeugt Varianten. Ob eine davon zur Marke passt, entscheidet Art Direction.
Bevor irgendein Bild entsteht, klären wir, was es leisten soll: ein Produkt zeigen, eine Stimmung transportieren, eine Situation ergänzen, die sich nicht fotografieren lässt. Daraus leiten wir Bildregeln ab – Bildausschnitt, typische Perspektiven, Umgang mit Personen, Farbwelt –, an denen sich jede spätere Variante messen lassen muss.
Ohne diese Regeln entstehen viele Bilder, aber selten Bilder, die sich in eine bestehende Serie einfügen. Deshalb steht diese Klärung am Anfang jedes Auftrags, nicht als nachträgliche Korrektur an einem fertigen Motiv.
Festgelegte Kriterien zu Bildaufbau, Licht und Farbwelt, an denen jede Variante gemessen wird.
Die begründete Entscheidung für ein Ergebnis unter vielen erzeugten oder fotografierten Varianten.
Die Prüfung, ob ein Bild neben anderen Motiven derselben Kampagne oder desselben Katalogs bestehen kann.
Die Zusammenführung mehrerer Quellen – fotografiert, retuschiert, generiert – zu einem stimmigen Bild.
Retusche, Farbabstimmung und technische Aufbereitung bis zur produktionsreifen Datei.
Bei computergestützter Erzeugung entsteht meist eine grosse Zahl an Varianten, von denen nur wenige den Bildregeln, der Markenwelt und der technischen Qualität genügen. Diese Auswahl ist kein Nebenschritt, sondern verlangt dieselbe geschulte Bildregie wie die Auswahl aus einer klassischen Fotoproduktion – wer zwanzig ähnliche Varianten sieht, braucht einen klaren Massstab, sonst wird Auswahl zur Geschmacksfrage im Moment.
Referenzbilder helfen dabei als gemeinsame Sprache: Statt eine Stimmung zu beschreiben, zeigen wir konkrete Beispiele für Licht, Bildausschnitt oder Materialwirkung. Das reduziert Missverständnisse, weil sich Licht und Perspektive in Worten nur ungenau fassen lassen.
Ein einzelnes überzeugendes Bild ist wenig wert, wenn es neben zehn anderen Motiven derselben Kampagne nicht dazu passt. Bei Serien mit vielen Varianten – etwa für ein grosses Sortiment – prüfen wir deshalb nicht nur jedes Bild einzeln, sondern die Serie als Ganzes: Bleiben Lichtrichtung, Bildton und Bildausschnitt über alle Motive hinweg vergleichbar?
Diese Prüfung ist bei grösseren Serien aufwendiger als bei einem einzelnen Kampagnenbild, weil Abweichungen erst im Nebeneinander sichtbar werden. Wir legen deshalb vor Beginn einer Serie einen Referenzsatz an Bildern fest, gegen den jede weitere Variante geprüft wird.
Ein erzeugtes oder ausgewähltes Bild ist selten sofort produktionsreif. Kanten, Proportionen oder Materialoberflächen werden retuschiert, Farbwerte auf den Farbraum des Ausgabemediums abgestimmt, Auflösung und Schärfe für den vorgesehenen Einsatz geprüft. Bei computergestützt erzeugtem Material braucht es zusätzlich einen geschulten Blick für typische Fehlerbilder an Stellen wie Fingern, Textzeichen oder feinen Mustern.
Für den produktiven Einsatz bereiten wir Bilder zudem in den benötigten Varianten auf: Quer- und Hochformat, Freisteller mit und ohne Hintergrund, Zuschnitte für unterschiedliche Kanäle. Diese Formatvielfalt wird von Beginn an mitgeplant, damit ein Motiv nicht nachträglich unpassend beschnitten werden muss.

Bildentwicklung ersetzt Fotografie nicht grundsätzlich, sondern ergänzt sie dort, wo eine Aufnahme nicht sinnvoll oder nicht möglich ist – etwa bei Szenerien, die sich nicht real herstellen lassen, oder bei einer grossen Zahl an Varianten für unterschiedliche Sortimente. Wo Produktdetails, Materialtreue oder eine dokumentarische Aussage entscheidend sind, bleibt Fotografie die verlässlichere Grundlage.
In der Praxis entstehen viele Motive als Kombination: ein fotografiertes Produkt in einer entwickelten Umgebung, oder eine entwickelte Szenerie, ergänzt um fotografierte Details. Diese Entscheidung treffen wir pro Motiv, nicht als grundsätzliche Regel für ein ganzes Projekt.
Wo ein reales Produkt in Form, Farbe oder Beschriftung exakt und wiedererkennbar gezeigt werden muss, hat Genauigkeit Vorrang vor gestalterischer Freiheit; im Zweifel wird echtes Produktmaterial per Composing eingebunden statt vollständig neu erzeugt.
Nutzungsrechte an computergestützt erzeugtem Material sind je nach eingesetztem Verfahren unterschiedlich geregelt und nicht in jedem Fall abschliessend geklärt. Wir stellen dazu keine rechtliche Zusicherung aus, sondern besprechen solche Fragen im Einzelfall mit dem Kunden, bevor Material produktiv verwendet wird. Ebenso dokumentieren wir, welche Bilder auf Fotografie beruhen und welche computergestützt entstanden sind, damit diese Unterscheidung bei Bedarf – etwa in sensiblen Kontexten wie Personendarstellung – nachvollziehbar bleibt.
Am Ende jedes Ablaufs steht eine menschliche Endkontrolle, die freigibt, was tatsächlich produziert oder veröffentlicht wird.
Aussage, Zielformat und Rolle des Bildes in der Serie festlegen.
Bildbeispiele für Licht, Perspektive und Stimmung als Massstab definieren.
Ausgangsmaterial fotografieren, retuschieren oder gezielt ergänzend erzeugen.
Geeignete Ergebnisse anhand von Bildregeln und Serienkonsistenz bestimmen.
Quellen zusammenführen, retuschieren und für die Produktion aufbereiten.
Menschliche Endkontrolle vor Produktion oder Veröffentlichung.
Nein. Der Unterschied liegt in vorangestellten Bildregeln, in der Auswahl durch geschulte Art Direction und in der Prüfung auf Konsistenz über eine ganze Serie. Ein Werkzeug allein liefert das nicht.
Wo Produktwahrheit gefordert ist, wird reales Produktmaterial per Composing eingebunden statt vollständig neu erzeugt, und die Darstellung wird gegen das tatsächliche Produkt geprüft.
Die Auswahl und finale Freigabe liegt bei der Art Direction. Jedes Ergebnis durchläuft eine menschliche Endkontrolle vor der Verwendung.
Wir besprechen Rechte- und Freigabefragen im Einzelfall mit dem Kunden, da sich die Rechtslage je nach Verfahren unterscheidet und wir keine rechtliche Zusicherung abgeben können.
Nicht grundsätzlich. Es ergänzt Fotografie dort, wo eine Aufnahme nicht sinnvoll oder möglich ist. Wo Produktdetails oder eine dokumentarische Aussage entscheidend sind, bleibt Fotografie die verlässlichere Grundlage.
Nächster Schritt
Wir besprechen Ausgangslage, Ziele und Produktionsweg – und entwickeln daraus ein klares Vorgehen. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich.