Bildwelt
Eine konsistente Art, Motive zu inszenieren – Licht, Farbigkeit, Bildausschnitt, Materialität –, die über alle Anwendungen wiedererkennbar bleibt.
Kampagnen & Direct Marketing
Kampagnenidee und Art Direction sind der gestalterische Gesamtentwurf einer Kampagne: eine Idee, eine Haltung und ein visuelles System, das über mehrere Kanäle und Kontaktpunkte hinweg erkennbar bleibt. Statt einzelner Sujets entsteht ein Bausatz aus Bildwelt, Typografie und Tonalität, der sich auf Mailing, Anzeige, Landingpage oder Messewand anwenden lässt, ohne seine Identität zu verlieren.
Diese Seite gehört zur Leistung Kampagnen & Art Direction.
Eine Kampagne ist erst dann ein System, wenn sie auf jedem Kanal wiedererkennbar bleibt.
Viele Kampagnen beginnen mit einem einzelnen Sujet – einem Bild, einer Headline –, das anschliessend auf weitere Formate übertragen wird. Das Ergebnis ist oft eine Ansammlung ähnlicher, aber nicht wirklich verwandter Anwendungen. Eine tragfähige Kampagne beginnt umgekehrt: mit einer Idee, die stark genug ist, um mehrere Ausdrucksformen zu tragen, und einer Haltung, die auch dann erkennbar bleibt, wenn sich Motiv, Format oder Sprache ändern.
Diese Idee muss nicht kompliziert sein. Oft ist sie ein einfacher Gedanke, der ein Argument, ein Gefühl oder einen Kontrast auf den Punkt bringt und sich dadurch in unterschiedlichen Situationen wiederholen lässt, ohne sich abzunutzen.
Eine konsistente Art, Motive zu inszenieren – Licht, Farbigkeit, Bildausschnitt, Materialität –, die über alle Anwendungen wiedererkennbar bleibt.
Feste Schriftrollen und Grössenverhältnisse, die unabhängig vom Format dieselbe Hierarchie erzeugen.
Eine Sprachhaltung, die konsequent bleibt, ob nüchtern, warm, direkt oder zurückhaltend.
Ein Rahmen, ein Farbfeld, eine Signatur oder ein Layoutprinzip, das die Zugehörigkeit einzelner Anwendungen zur Kampagne sofort erkennbar macht.
Wiedererkennbarkeit entsteht nicht dadurch, dass ein Logo gross genug platziert wird. Sie entsteht dadurch, dass Empfänger eine Anwendung auch ohne Logo einer Kampagne zuordnen können, weil Bildsprache, Typografie und Tonalität konsistent sind. Das ist besonders wichtig, wenn eine Kampagne über viele Segmente, Formate und Zeiträume läuft: Jede einzelne Berührung soll die vorherige bestätigen, statt sie zu verwässern.
Wir prüfen deshalb systematisch, was in einer Kampagne fix bleiben muss und was variieren darf, bevor die erste Anwendung entsteht. Diese Klärung ist die eigentliche Kreativarbeit – die Umsetzung folgt daraus.
Welche Position soll die Kampagne einnehmen, welcher Ton passt zur Marke und zur Zielgruppe.
Einen zentralen Gedanken finden, der mehrere Anwendungen glaubwürdig tragen kann.
Bildwelt, Typografie und Formelemente definieren und an mehreren Formaten testen.
Aus dem System konkrete Sujets für die geplanten Kanäle entwickeln.
Ein knappes Regelwerk erstellen, damit weitere Anwendungen konsistent bleiben.
Nicht jede Idee trägt jedes Format gleich gut. Ein Gedanke, der als ruhiges Printmotiv überzeugt, kann in einem lauten digitalen Umfeld untergehen, und ein Prinzip, das für kurze Anzeigenformate funktioniert, kann bei längeren Texten in einem Mailing zu dünn wirken. Ein realistisches Kampagnensystem benennt deshalb von Anfang an, für welche Kanäle es entwickelt wurde und wo eine Anpassung oder Ergänzung nötig wird, statt die Idee auf Formate zu zwingen, die sie nicht tragen kann.
Ebenso wichtig ist die Frage der Lebensdauer: Ein System, das für eine einmalige Aktion gedacht ist, darf enger und pointierter sein als ein System, das über mehrere Kampagnenphasen hinweg bestehen soll. Diese Unterscheidung wird zu Beginn getroffen, nicht nachträglich korrigiert.
Beispiel
Eine Bildungsinstitution plant eine Kampagne zur Anmeldephase, die über Mailing, Social-Anzeigen, Plakate am Standort und eine Landingpage laufen soll. Statt für jeden Kanal ein eigenes Motiv zu entwickeln, entsteht eine Bildidee mit einem wiederkehrenden Kompositionsprinzip, die sich auf Hochformat, Querformat und Bewegtbild-Vorschaubilder übertragen lässt.
Die Typografie bleibt über alle Kanäle gleich, ebenso die Farbigkeit. Nur Motiv und Textinhalt passen sich an die jeweilige Zielgruppe und den Anmeldestand an.
KI-gestützte Werkzeuge helfen dabei, Bildideen in mehreren Varianten durchzuspielen und zu prüfen, ob eine Bildwelt auch unter veränderten Bedingungen – anderes Format, andere Lichtstimmung, anderes Motiv – trägt. Sie ersetzen jedoch nicht die grundsätzliche Entscheidung, welche Idee eine Kampagne tragen soll. Diese Entscheidung, ebenso wie die endgültige Auswahl und Feinabstimmung, bleibt bei der Art Direction.

Ein knapper, schriftlich festgehaltener Kerngedanke, an dem sich jede Anwendung messen lässt.
Mehrere ausgearbeitete Beispiele in unterschiedlichen Formaten, die zeigen, wie das System in der Praxis funktioniert.
Kompakte Vorgaben zu Bildwelt, Typografie und Formelementen für alle, die später Anwendungen ableiten.
Beispiele dafür, was nicht mehr zur Kampagne gehört, damit spätere Entscheidungen konsistent bleiben.
Sobald mehr als ein oder zwei Kanäle bespielt werden oder eine Kampagne über einen längeren Zeitraum mit mehreren Varianten laufen soll. Für eine einmalige, einkanalige Aktion reicht oft ein einzelnes gut durchdachtes Sujet.
Ein Corporate Design gilt langfristig für die gesamte Markenkommunikation. Eine Kampagne ist zeitlich begrenzter und thematisch fokussierter, bewegt sich aber innerhalb der Markenregeln.
Ja. Häufig ist eine bestehende Idee tragfähig, aber noch nicht systematisch für mehrere Kanäle ausgebaut. Wir prüfen das Potenzial und ergänzen fehlende Systemelemente.
So viele, dass sich die Tragfähigkeit des Systems wirklich prüfen lässt – meist zwei bis drei unterschiedliche Formate, bevor die volle Kanalbreite umgesetzt wird.
Ein gut definiertes System sieht genau das vor: Neue Formate lassen sich anhand der festgelegten Regeln ableiten, ohne dass die Grundidee neu verhandelt werden muss.
Diese Entscheidung liegt bei der Art Direction, gestützt auf das dokumentierte Regelwerk. Grenzfälle werden anhand der festgehaltenen Beispiele geprüft, nicht nach Bauchgefühl im Einzelfall.
Nächster Schritt
Wir besprechen Ausgangslage, Ziele und Produktionsweg – und entwickeln daraus ein klares Vorgehen. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich.